Thema
Bildende Kunst

Was man Kunst nennt
Kunst wirkt dort am stärksten, wo sie nicht belehrt, sondern Wahrnehmung öffnet. Der Essay des Wiesbadener Künstlers und Autors Edgar Diehl unterscheidet zwischen Visueller Intervention – Bildern, die Botschaften durchsetzen wollen – und Visueller Intercession, die dem Betrachter Raum für eigene Erkenntnisse lässt.
Edgar Diehl · 27. März 2026

KUNST ODER K.R.A.M?
Die Evolutionäre des Wiesbadener freien Kunst-Kosmos Gemessen an der Einwohnerzahl ist Wiesbaden ein bedeutender Hub für Kulturschaffende. Doch wo abseits des Schlachthofs findet man „Subkultur“? Ein Abstecher von der hiesigen Kulturroute („65“) lässt Nebenstraßen voller aufstrebender Künstler:innen entdecken – sogar über die Stadtgrenzen hinaus. Droht die Bubble des freien Kunst-Kosmos mit den sinkenden Kulturetats zu platzen? Oder erobern die gut vernetzten Underground-Kämpfer künftig aus eigenen Kräften die Stadt? Ein Blick in die Black Box der hiesigen freien Kunstszene.
Yvonne Kirchdorfer · 27. März 2026

Viele starke Frauen!
Hat sich das schon einmal jemand klargemacht? Ist auch die Chefetage des Museums Wiesbaden fest in Männerhand, so festigt den Sammlungsbestand ein begeisterndes Quantum repräsentativer Arbeiten gefeierter Künstlerinnen. Das europaweit größte Konvolut von Eva Hesse befindet sich also in Hessen. Der Gipfel aber: Kein Museum besitzt mehr Werke von Rebecca Horn.
Dorothee Baer-Bogenschütz · 27. März 2026

Nur Verletzte machen Kunst
Initium et Finis – die Wunderkammer des Matthias Korb
Sabine Hampel · 27. März 2026

„Schönheit ist das Geheimnis des Lebens“ - zum 90. Geburtstag von Lore Bert
Eine solche künstlerische Lebensleistung begegnet selbst einem jahrzehntelang tätigen Kulturjournalisten recht selten: 350 Ausstellungen in 30 Ländern, darunter für deutsche Künstlerinnen und Künstler eher exotische wie Tibet, Südkorea, Ägypten, Nordafrika oder Island, an die fünfeinhalb Tausend geschaffene Werke, darunter mehr als 130 Installationen, dazu Teilnahme an verschiedensten Biennalen in aller Welt, ob Venedig, Busan, Sharjah oder Izmir. Die Rede ist von der Künstlerin Lore Bert, die im Sommer dieses Jahres ihren 90. Geburtstag feiert. Seit Jahrzehnten lebt und arbeitet sie in Mainz, manchmal auch in Venedig, wo die renommierte Mainzer Galerie ihrer Tochter Dr. Dorothea van der Koelen über eine Dependance verfügt.
Andreas Berg · 26. März 2026

Kunst-Geschichtswissen quasi zwischen Kopfkissen
Expressis verbisDie feuilleton-Kolumne
Dorothee Baer-Bogenschütz · 08. Oktober 2025

Der Kunstverein Bellevue-Saal
Gesellschaftlich relevantDer Kunstverein Bellevue-Saal ist eine feste Größe für zeitgenössische Kunst in Wiesbaden
Marc Peschke · 08. Oktober 2025

„Etwas, das die Realität erweitert”
Die Sammlerszene in den Landeshauptstädten von Hessen und Rheinland-Pfalz ist sehr vielfältig. feuilleton stellt in den Ausgaben Nummer 8 und 9 ganz verschiedene Sammlertypen vor. Ihnen gemeinsam ist: Die Kunstkäufer verstehen den Erwerb oft als Investment – in den Seelenhaushalt nämlich. Ganz gleich, ob professionelle Sammler oder Kunstliebhaber mit kleinem Budget: Es zählt, was die Kunst jenseits des monetären Aspekts anstößt.
· 09. April 2025

Die EMDE Gallery in Mainz
In unserer neuen Serie INSIGHT: GALLERY stellen wir Protagonisten der Kunstszene in Mainz und Wiesbaden vor. Ausstellungsmacherinnen und Macher, die dem, was wir lieben, was uns begeistert, ein Forum geben – und es in den öffentlichen Raum bringen. In persönlichen Interviews erzählen sie von ihrem Leben und ihrer Arbeit mit Kunst und erlauben einen Blickhinein: INSIGHT: GALLERY Diesmal sprachen wir mit Dr. Annette Emde, Besitzerin der EMDE Gallery in der Mainzer Neustadt. Sie hat ihre Galerie vor fünf Jahren gegründet.
Marc Peschke · 09. April 2025

Schöpferisch, musisch, jüdisch - Die feuilleton-Kolumne von Dorothee Baer-Bogenschütz
Von Woody Allen über Leonard Bernstein und Barbra Streisand bis hin zu Kurt Weill und Billy Wilder: Bemerkenswert viele Menschen mit jüdischen Wurzeln – Exilanten oder Mitglieder aus Familien mit Emigrantenschicksal – schufen Filmkunst zum Niederknien, waren und sind aufregende Charakterdarsteller, schenken uns Klänge, die die Welt verzaubern und damit Unterhaltung auf höchstem Niveau. Soeben gewann mit Mikey Madison eine junge Jüdin den Oscar als beste Hauptdarstellerin. Doch wer hat hier Herkunft auf dem Schirm?
· 09. April 2025

Die Metamorphose des Museums Wiesbaden
Wenn es so richtig laut ist im Museum, Kinder mit Farben pantschen oder Jugendliche mit Skizzenblöcken eine Rallye von der präparierten Giraffe zum Jawlensky-Gemälde machen – dann ist Museumsdirektor Dr. Andreas Henning glücklich. Über 180 Kindergeburtstage und mehr als 850 pädagogische Gruppen waren 2024 im Haus mit der überlebensgroßen Goethe-Statue vor der Tür.
Martina Conrad · 09. April 2025

Pechstein und Teddybär
Frank Brabant liebt Kunst und Kuscheltiere – hier verrät der berühmte Wiesbadener Kunstsammler und legendäre Disco-König, über den jetzt Andreas Clarysse einen Film gedreht hat, was so alles seine Seele berührt.
Dorothee Baer-Bogenschütz · 09. April 2025

Ein Kaleidoskop der Kunst- und Kulturgeschichte
Wo kann man in Rheinhessen einen echten Picasso, Warhol, Jawlensky oder Nolde anschauen und gleichzeitig einen zweitausend Jahre alten Sarkophag aus Ägypten oder eine beeindruckende chinesische Kaninchen-Skulptur aus dem 2. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung erstaunen? Es gibt bestimmt nicht allzu viele Kulturenthusiasten, die auf diese Frage sofort eine Antwort liefern können. Denn das Museum „Obentraut 3“ in Großwinternheim, das auch unter „Kunst im alten Weingut“ firmiert, ist in der Region RheinMain noch ein Geheimtipp.
· 10. Oktober 2024

Die endlose Probe – Musik in der Kunsthalle Mainz
Der Komponist und Künstler Ari Benjamin Meyers veranschaulicht in der Ausstellung „Always Rehearsing“ Strukturen der Musik mit den Mitteln der bildenden Kunst. Er materialisiert das Musizieren, Komponieren und Proben in Objekten und beschreibt mit seinem weiten Verständnis von Musik die „Probe“ als Freiraum, der Begegnung und Veränderung ermöglicht.
· 08. Oktober 2024

Kunst x 2
In dieser Ausgabe stellen wir zum Abschluss des Projekts Kunst x 2 Dirk Brömmel und Edgar Diehl vor, welche wie bisher, unseren „Kunst x 2-Fragebogen“ beantworteten – eine Spurensuche zu Leben, Kunst und ars vivendi.
· 07. Oktober 2024

Parkraum für Fahrtraum!
Expressis verbis – Die feuilleton-Kolumne von Dorothee Baer-BogenschützEn passant gerade einen 1937 Ford Sedan erworben. Petrolfarben, ladenneu. Für eine Handvoll Euro. Dutyfree! Der Oldtimer stand ganz unwiderstehlich am Flughafen herum. Neben Parfümtester und Barbie-Puppen. Jetzt steht der Matchbox-Impulskauf in der Wohnung als Staubfänger.
· 04. Oktober 2024

Graffiti - auf ein Wort
Für die einen ist es der Ausdruck eines Lebensstils und eine Kunstform, für die anderen ein Ärgernis und Sachbeschädigung. Was Graffiti kann, zeigt das alljährlich im Sommer stattfindende Festival „Meeting of Styles“ in Mainz-Kastel. Gestartet in den 1990er Jahren ist das Graffiti- und Street-Art-Festival längst legendär und lockt Künstler*innen aus der ganzen Welt in die hessische Landeshauptstadt. Und nicht nur das: Inzwischen gibt es das „Meeting of Styles“ in 40 Ländern auf allen Kontinenten.
Wiesbaden in die Welt! · 11. Juni 2024

Kaunas und Wiesbaden: Bitte zusammenrücken
Expressis verbis – Die feuilleton-Kolumne...und gemeinsam auf dem Fluxus-Klavier spielen. Denn Fluxus verbindet Kaunas, Litauens schöne Stadt an der Memel, mit Wiesbaden und ebenso mit Bad Nauheim. *George Maciunas
· 11. Juni 2024

Literatur und Kunst in schwierigen Zeiten
Die Zeit, in der wir leben, ist zu einer extrem dynamischen geworden. Die Welt um uns herum verändert sich rapide. Sie wird dabei nicht unbedingt freundlicher. In solchen Perioden ist es für viele verlockend, entweder alles zu ignorieren, was um sie vor sich geht, oder sich an überholten Gewohnheiten und Vorstellungen festzuklammern. „Stört Literatur und Kunst etwa nur?“ – geht es manchen durch den Kopf. „Augen zu und durch“ führt als Strategie aber kaum mehr weiter. Genau hier setzen Literatur und Kunst an als Auseinandersetzung mit der Welt und den Geschehnissen.
· 11. Juni 2024

Mekka der Glaskunst
Mainz-Wiesbaden ist weltberühmt für seine Glas(kunst)produktion – wiewohl, wer hier lebt, das kaum wahrnimmt. Industrieglas vom Mainzer Global Player Schott ist eben - so begehrt wie die Kunstwerke, die die Taunussteiner Firma Derix Glasstudios im Künstlerauftrag umsetzt
· 10. Juni 2024

Die Wachküsser
Mit einem Fragenkatalog in der Tasche trat ich ins Schloss, um mich mit Matthias Schenk zu treffen – heraus kam ich mit einer Unterhaltung über die wahre Ent-Wicklung des Ichs, Ohrenwachstum im Mutterleib, dm-Drogerien oder die neue Lust am Einfangen der Sinne. Was er erzählt, klingt nach künstlerischer Lebensaufgabe ebenso wie nach geschickter Umwidmung des Zeitgeistes in ein sinnstiftendes Rundumprogramm. Auszüge aus einem mäandernden Gespräch.
· 10. Juni 2024

Down under Schierstein Bridge
Künstler brauchen Netzwerke. Für die inhaltliche Arbeit oder mehr für‘s Organisatorische. Sowie auch für die Seele. Sie fliegen hoch und jemand muss sie auffangen, wenn sie einmal fallen. Mitunter schätzen sie die Geborgenheit der Gruppe auch unter einer Brücke. In Wiesbaden und Mainz hat Gruppenbildung Tradition. Zwei prominente Künstlergemeinschaften feiern demnächst bedeutende Jubiläen.
· 10. Juni 2024

Drei Sockel für Die Kunst
Neugierig erwartet die Wiesbadener Kunst- und Museumsszene die Eröffnung des Museum Reinhard Ernst an der Wiesbadener Wilhelmstraße. Doch ein Termin steht noch nicht fest, da die Errichtung des architektonisch anspruchsvollen Hauses längere Zeit in Anspruch nimmt als erwartet. Feuilleton durfte vorab schon einen Blick in den Neubau werfen und stellt den Gründungsdirektor vor.
· 10. Juni 2024

Die Unermüdlichen
Christiane Schauder und Günter Minas haben sich eine Alltagstextur geschaffen, in der Beruf(ung), Freizeitinteressen und Sozialleben zusammenfließen: Beide vernetzen Kulturschaffende. Beide konzipieren spartenübergreifende Kulturprojekte. Der häusliche Balkon oder Schauders Atelier dienen ihnen ebenso als Kulturort wie das Staatstheater Mainz, dies auch als Bühne für eigene Werke und Auftritte.
· 10. Juni 2024

Wo Kinder frei sind – 20 Jahre Kunst-Koffer
Die Idee ist ebenso einfach wie erfolgreich: Kinder erfahren individuelle Förderung über künstlerische Mittel und Gestaltung. Hierfür müssen sie nicht ihr Lebensumfeld verlassen, sondern werden in ihrem Stadtviertel von mobilen Kunst-Koffern aufgesucht. Vor 20 Jahren startete Titus Grab mit dieser Idee. feuilleton im Gespräch mit der Leiterin Rita Loitsch zum zwanzigjährigen Jubiläum des Projekts von Kunstraum Westend e.V. Wiesbaden.
· 02. April 2024

70 Jahre Kunst am Bau
Die Wanderausstellung „70 Jahre Kunst am Bau in Deutschland“ macht Station in Wiesbaden und Mainz. Während sie einen Einblick in die Geschichte staatlich beauftragter Kunst in Deutschland gibt, zeigen die beiden Landeshauptstädte, was sie selbst an Kunst am Bau zu bieten haben. Eine Einladung, sich auf Entdeckungstour durch die eigene Stadt zu begeben, bei der Kunst erlebbar wird.
· 29. März 2024

Wunder Wald – beseelt und bedroht
Der Wald leidet unter den Folgen des Klimawandels: in Deutschland gilt nur noch jeder fünfte Baum als völlig gesund. Wie können wir in dieser Situation unser Verhältnis zur Natur neu bestimmen? Wie hat die Romantik unser Naturverständnis geprägt und wie wegweisend kann das für die Zukunft sein? Darum geht es in dem großen Ausstellungsprojekt „Wälder. Von der Romantik in die Zukunft“. Drei Museen haben dafür zusammengearbeitet und beleuchten den Wald in 13 Themeninseln aus wissenschaftlicher, ökologischer und ästhetischer Perspektive.
· 26. März 2024

Kunst mal zwei
In jeder Ausgabe von feuilleton stellen wir zwei Künstlerinnen oder Künstler aus der Region Mainz-Wiesbaden in der Rubrik „Kunst mal zwei“ vor. Sie antworten auf unseren „Kunst mal zwei-Fragebogen“ – eine Spurensuche zu Leben, Kunst und ars vivendi …
· 23. März 2024

Magische Strahlkraft auf kleiner wie großer Leinwand
Auch dieser Stätte hochgestimmter Erwartung bescherte die Pandemie starke Einbußen: dem Lichtspieltheater. Jetzt ist es wieder da – und ausgerechnet Filme über künstlerisches Schaffen betören und berauschen. Filmtheater fahren volles Programm mit eigenwilligen Existenzen, denen oft Magnetismus nachgesagt wird.
· 19. März 2024

Kunst auf Achse
Expressis verbis – Die feuilleton-KolumneHamburg, Dresden, Greifswald, Winterthur: Dort muss jetzt hin, wer Caspar David Friedrichs 250. Geburtstag mitfeiern will
· 15. September 2023